Nach dem man Eclipse das erste mal startet, bietet er je nach dem, mehr oder weniger Komfort. Viele Dinge fehlen eventuell oder es sind zu viele aktiviert. Dieser Artikel ist hauptsächlich eine Fortsetzung des Artikels: Einführung in die Entwicklungsumgebung Eclipse für Java und richtet sich an Java-Anfänger oder Programmierer, die einen schnellen und einfachen Einstieg in Eclipse suchen. (Ich habe die Version eclipse-jee-galileo-win32, based on Eclipse 3.5)
Zu den Optionen
Unter dem Menüpunkt “Window” in der Menüleiste und dort unter “Preferences” kommen wir zu den Optionen.
Zeilennummerierung
Leider ist die Zeilennummerierung nicht von Anfang an aktiviert, obwohl sie sehr hilfreich sein kann und das zurechtfinden im Quelltext erleichtert. Die Zeilennummern werden unter dem Menü-Punkt “General” -> “Editors” -> “Text Editors” aktiviert (“Show line numbers”).
Vorlagen für Kommentare:
Zu einem guten Programm gehört auch ein gut kommentierter Quellcode. Um das lästige Kommentieren etwas angenehmer zu machen, kann man bei bestimmten Aktionen, zum Beispiel beim erstellen einer neuen Datei (z.B. Klasse) gleich einen Kommentar einfügen lassen und viele Werte automatisch eintragen lassen.
Die Vorlagen können in den Optionen unter “Java” -> “Code Style” -> “Code Templates” definiert werden. Als Beispiel erstellen wir eine Vorlage, die automatisch eingefügt wird, wenn wir eine neue Datei z.B. eine Klasse erstellen.
Unter dem Menüpunkt “Code Templates” gibt es zwei Kategorien: “Comments” und “Code”. Wir wählen “Comments” und gleich den ersten Eintrag “Files”. Um die Vorlage zu erstellen/bearbeiten klicken wir auf “Edit..”.
Hier kann man nach belieben eine Vorlage definieren. Mit Hilfe des Buttons “Insert Variable..” kann man Platzhalter-Variablen einfügen, die zum Beispiel das aktuelle Datum und die Uhrzeit einfügen.
Eine Vorlage könnte so aus sehen:
1 2 3 4 5 6 7 8 | /** Projekt-Name: ${project_name}
* File-Name: ${file_name}
* Package-Name: ${package_name}
* Create at: ${date} - ${time}
* @author ${user}
* @version
* Description:
*/ |
Da längere Kommentare immer mit “/*” anfangen und “*/” aufhören, gehören sie mit in die Vorlage.
Mein Beispiel sollte selbsterklärend sein, bis auf die zwei Schlüsselwörter “@author” und “@version”. Dies sind standardisierten JavaDoc-Tags, die mit Hilfe des JavaDoc-Tools zu einer HTML-Dokumentation verarbeitet werden können.
Code-Vorlagen
Im laufe der Programmierzeit kommt es vor, dass man bestimmte Code-Teile immer wieder benötigt. Sei es auch nur der Kopf einer For-Schleife. Um diesen Teil nicht immer wieder schreiben zu müssen, wollen wir diese Code-Vorlage als Beispiel einfügen. Diese Code-Templates werden in den Optionen unter “Java” -> “Editor” -> “Templates” definiert.
Um eine neues Template zu erstellen klicken wir auf “New..” und es öffnet sich ein Fenster. Ein Name muss eingegeben werden, wir nennen die Vorlage: for
Der “Context” bestimmt, in welchen Zusammenhang Eclipse filtern soll. Wir wählen “Java statements”. Den Haken bei “Automatically insert” entfernen wir erstmal. Eine Beschreibung (Description) ist nicht notwendig, aber sehr sinnvoll, da Namen auch doppelt vergeben werden können. Als Beispiel reicht: “ein einfacher For-Schleifen Kopf”.
In das Feld “Pattern” kommt der eigentliche Code:
1 2 3 | for(int ${index} = 0; ${index} < ${var}; ${index}++) { } |
Auch hier gibt es wieder den Button “Insert Variable..”, der viele sinnvolle Variablen-Platzhalter bereitstellt. Wir bestätigen mit “OK”, danach mit “Apply” und schließen die Optionen mit “OK”.
Zum Testen geben wir in einer Methode, zum Beispiel in der “public static void main(String[] args)”, ein “for” ein und drücken anschließend die Tasten „Strg“ und “Space”. Es öffnet sich eine Liste mit möglichen Templates, in der wir unser “for”-Tamplate auswählen. Mit der “Tab”-Taste können wir die einzelnen Variablen ansteuern und gegebenenfalls ändern oder umbenennen.
Wer in den Optionen, in der Template-Liste etwas stöbert und sich die anderen Vorlagen ansieht, bekommt einmal einen Überblick, welche Templates es schon gibt und welche Möglichkeiten Eclipse für eigene Code-Vorlagen bietet.